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PaulvanDykmeetsVerdicWilfriedHslInsgesamt ca. 53.000 Klassikfans waren am Freitag und Samstag bei Oper für alle dabei – entweder vor Ort am Max-Joseph-Platz, am Wiener Rathausplatz oder online via Live-Stream. Oper für alle fand in diesem Jahr zum 16. Mal im Rahmen der Münchner Opernfestspiele statt, dank BMW München bei freiem Eintritt. Vor dem Oper für alle-Konzert am Samstag unter Zubin Mehta stand am Freitag die audiovisuelle Live-Übertragung von Modest Mussorgskys Boris Godunow auf die Großleinwand auf dem Max-Joseph-Platz auf dem Programm. Durch den Abend führte wie schon im letzten Jahr Nina Ruge. Zusätzlich wurde die Bühne des Nationaltheaters in der Nacht vom 27. auf den 28. Juli zur Tanzfläche: DJ Paul van Dyk mischte bei Paul van Dyk meets Verdi seine Elektro-Beats mit Verdi-Klängen.

Die audiovisuelle Live-Übertragung von Boris Godunow am 26. Juli lockte die ersten Opern-Fans bei sommerlich-heißen Temperaturen schon ab 16 Uhr auf den Max-Joseph-Platz. Ab 18.30 Uhr begrüßte Nina Ruge die zahlreichen Gäste und führte unter anderem Gespräche mit Staatsintendant Nikolaus Bachler, Generalmusikdirektor Kent Nagano oder Gerhard Siegel, dem Sänger des Fürst Schuiskij. Calixto Bieitos Neuinterpretation von Modest Mussorgskys dunklem Meisterwerk war neben Siegel unter anderem mit Alexander Tsymbalyuk, Anatoli Kotscherga und Igor Golovatenko besetzt. Den Schlussapplaus nahmen die Solisten des Abends zusammen mit Kent Nagano und Calixto Bieito nicht nur auf der Bühne, sondern gegen 22.30 Uhr auch auf den Treppen des Nationaltheaters von den knapp 8.000 Gästen entgegen. Nach dem Konzert interpretierte der weltweit bekannte DJ Paul van Dyk Stücke von Giuseppe Verdi neu. Mit Unterstützung von Staatsopern-Künstlern wie René Pape, Iulia Maria Dan, Andrea Borghini, Rafał Pawnuk und OperaBrass gingen die Club-Beats von van Dyk eine interessante Symbiose mit den Melodien aus Macbeth, La traviata oder Aida ein. Die Solisten traten entweder ganz „pur“ mit Klavierbegleitung auf, oder die Arien wurden mit van Dyks Rhythmus unterlegt. Die Darbietungen hallten immer wieder in den folgenden Sets des DJs nach und sorgten für so manchen Überraschungseffekt.

„Bei diesem Projekt war mir sofort klar, dass es dafür nur einen Komponisten gibt, dessen Musik den Übergang von klassischer zu elektronischer Musik trägt: Verdi“, so Paul van Dyk vor dem Konzert.

„Die Vielfältigkeit der Münchner Opernfestspiele hat sich an diesem Wochenende wieder mal aufs allerschönste gezeigt: Der dunkle Stoff Mussorskys in Boris Godunow, die mächtigen Chöre in Verdis Requiem, die Beats von Paul van Dyk – und das alles innerhalb von zwei Tage – auch für mich ein besonderes Erlebnis“, so Staatsintendant Nikolaus Bachler.

Wer weder im Opernhaus noch auf dem Platz vor der Oper dabei sein konnte, hatte die Möglichkeit, die Vorstellung im Rahmen von STAATSOPER.TV live und online zu verfolgen – wie immer auch kostenlos. Ca. 35.000 Zuschauer aus 43 verschiedenen Ländern waren beim Stream dabei. Zusätzlich war die Live-Übertragung auch beim alljährlichen Filmfestival am Wiener Rathausplatz zu verfolgen.

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