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wie lieblich der kristallene Silvesterabend brennt. Hinter frostigen Scheiben ein Instrument erklingt. Sehnsüchtige wiegen sich im Rausche. Andere schweben fremd und lauschen.

Man könnte auch sagen, wir lassen es am letzten Tag des Jahres noch mal so richtig krachen und wir halten es wie immer und tanzen gemeinsam, begleitet durch wummernde Bässe, durch die rauschende Nacht. Und ich freue mich – verdammt nochmal, dass Basti Grub dabei ist. Denn mit ihm fing alles an. Sounds, Stimmen, Trommeln und Instrumentierungen werden akribisch aufgesammelt und man spürt förmlich, dass Basti sich bei der Auswahl seiner Sounds ordentlich Mühe gibt. Aufgenommen zwischen Kenia und Chile, gespickt mit außergewöhnlichen Sounds, Styles und Rhythmen, zieht er uns förmlich in seinen Bann. Und davon nicht genug, denn mit Chris Tietjen haben wir einen weiteren Sympathisanten. Seit 2006 läuft es mehr als nur rund für den Frankfurter Wildfang, den Babba Väth im zarten Alter von 21 Jahren entdeckte und kurzerhand zu sich und seiner Cocoon-Sippe holte. Bookings rund um den Globus, in den angesagtesten Clubs, auf den größten Festivals, allen voran natürlich auf Ibiza, zählen mittlerweile für Chris zum täglichen Brot. Lasst uns gemeinsam das alte Jahr verabschieden und das Neue mit Pauken und Trompeten begrüssen!

Montag, 31.12.12/ SILVESTER
ENGEL 07, Engelbosteler Damm 7, 30167 Hannover, Mehr Infos unter www.proevent-hannover.de

Kompromisslos, einzigartig und komplett unbeeindruckt vom Gang- und Giebigen: der frische und vielfältige Sound, der Basti Grubs Produktionen ausmacht, in denen Innovation genauso mitschwingt wie die generelle Neugier und Bereitschaft, es anders zu machen und Alternativen auszuprobieren, im Leben und auch in den Bereichen, die darüber hinausgehen! Ob es sich nun um langatmige, introvertierte und entspannte Klavierpassagen handelt, oder den neuartigen Sound des Hang-Instrumentes, ländliche Tierstimmen-Ensembles, exotische Drums, interessante Einsätze von Stimmen und Song-Strukturen, oder auch einfach nur reduziert drückenden Techsound, der gebürtige Frankfurter macht unvorhersehbar, was als nächstes auf dem Programm steht.

Von Kleinauf an war klar, dass Musik eine tragende Rolle in Bastis Leben einnehmen würde. Die Basis: Reggaemusic, eine Roland MC 303, Turntables, und Trips ins Omen, dem Stammheim, U60311 und dem Robert Jonson, die die Grundlage für Grubs Verständnis von club-orientiertem Sound legten. Es war nur eine Frage der Zeit, bis der Frankfurter anfing, Erfahrungen als Promoter und DJ zu sammeln, wobei letztere ihm als solide Basis im Studio dienten. Ausschlaggebend für seine sich aufs Essentielle konzentrierende Suche war sein spezieller in seinen Produktionen omnipräsente Drumsound, zu dem er sich von Anfang an hingezogen fühlte.

Es war aber seinem Freund und Mentor Brian Sanhaji zu verdanken, dass es Basti gelang, seinen eigenen Sound zu finden: eine flüssige und durchdachte Mixtur von groovendem Minimaltechno und afrikanischen Vocals, Swing, ethnische Sounds und die typischen Grubschen Schuberdrums, die zu seinem Markenzeichen mutieren sollten, und heute den Kern seiner Essenz ausmachen. Nicht dazu bereit, in irgendeiner Weise Kompromisse einzugehen, und auch wegen der Eigenständigkeit seines Sounds in der oftmals zu homogenen Clublandschaft, fühlte sich Basti schliesslich dazu angeregt, sein eigenes Label zu gründen. Dazu gedacht, seinem eigenen Output eine Plattform zu bieten, rief er 2007 Höhenregler, verspielten Afrikasounds gewidmet, ins Leben, dicht gefolgt vom Sublabel Geregelt, auf dem Grub sich mit Dub kombinierten Swingsounds hingab. Ab der dritten Release vertrieb Discomania die beiden Imprints, was sofort in einem steigenden Bekanntheitsgrad resultierte. Bastis Name zirkulierte auf einmal auf der ganzen Welt, und seine Platten wurden von so berüchtigten Artists wie Ricardo Villalobos, Luciano, Loco Dice und weiteren Acts der ersten Liga gespielt — ein echter Durchbruchsmoment. Merkesdir, gegründet im Jahre 2008, vergrössterte das Spektrum weiterhin, und legte den Grundstein zu einem floor-orientierteren “Dschungelhouseparty”-Sound, und im Jahre 2009, als einer seiner Tracks auf dem von Matthew Dear gemixten “Bodylanguage Vol. 7” und sein erster Longplayer, das “Dschungelorchester” auf Höhenregler und Geregelt erschien, feierte Grub einen weiteren Karrierehöhepunkt, denn sein Album, randvoll mit der für Grub so typischen Vielfalt und Fröhlichkeit, wurde ein Riesenerfolg. Die zwei Album-Versionen beinhalteten komplett verschiedene Tracks, wobei einer verrückter und variierter als der nächste klang. Ein weiteres Highlight: die Club-Bombe “Sick”, die prompt von Sven Väth kompiliert wurde und auf “Sound of The 11th Season” ihren Einsatz fand. Auch auf den Labels began sich abzuzeichnen, wer in das wilde Raster von Bastis Roster fiel. Remixe für die Italoboys, The Glitz, Aldo Cadiz und uvm. schlugen dank ihrer Wild- und Unbekümmertheit auf den Floors ein, und sein Sound wurde von so bekannten Imprints wie Desolat, Cocoon, Compost , Cr2 records , Movida, Get Physical, International Freakshow, Style Rocket uvm. wahrgenommen, was prompt in dem Erscheinen von gefeierten EPs resultierte. Im November 2011 erschien Bastis zweite EP von Basti And The Gang auf Desolat Records, dessen A-Seite namens “Walking In My Blues” sich als ein riesiger Charterfolg entpuppte, und einer Flip, die noch mehr Limits überwand, wie eine Platte zu klingen hat, und die mystischen Sounds des neuartigen Hang-Instruments der elektronischen Musikszene zugänglich machte. Grub hatte seine perfekte Ausdrucksform gefunden.
Nach seiner jahrelangen Exoten-Position in der vielfältigen Clubfauna, in der er sich der Suche nach raren Klängen verschrieb, fand er nun Anerkennung für ebendiese Sounds, die aufrichtig, farb- und freudenfroh klingen, und verspielt die elektronische Musikszene vor der vorherrschenden Verklemmtheit retten. Mit humorvollen Tracktiteln, absurden Kreationen, abgefahrenen Sounds und überraschenden Kombinationen macht er exotischen Sound zum heimischen, und das Heimische cool. Der zweite Longplayer, der jeden Augenblick erscheinen könnte, ist das perfekte Beweismaterial. Aktuell arbeitet er fieberhaft an einem weiteren Album.

Chris Tietjen wird am 17.10.1985 in Cannes (Frankreich) geboren; im Jahr 2000 entdeckt er die Welt der elektronischen Musik. Es kam wie es kommen musste – von Sven Väth inspiriert, war es nur noch eine Frage der Zeit, bis die ersten Plattenspieler zuhause standen. Seine stetig größer werdende Leidenschaft für die Musik in all ihren Formen brachte ihn im Sommer 2002 nach Ibiza, wo er durch Zufall auf einer von Sven Väths privaten After Hours selbst die Plattenspieler bedienen durfte. Er hinterlässt einen bleibenden Eindruck! Sein intensiver Drang, musikbegeisterten Menschen sein Können zu präsentieren, veranlasst ihn 2003 dazu, bei vielen privaten Veranstaltungen in der näheren Umgebung zu spielen. Dies macht er mit großem Erfolg und erobert so die Herzen seines Umfeldes. 2004 folgten erste DJ-Auftritte in Frankfurter Clubs wie der U-BAR (U60311), dem Type Club oder der Stereobar. Die Nature One stellt in diesem Jahr seinen ersten großen Höhepunkt dar – er wird eingeladen, im dortigen Cocoon Tent das Warm Up zu spielen.

Anfang 2005 wird er erstmals eingeladen, mit Sven Väth und Ingo Boss den Main Room des CocoonClubs zu beschallen – für ihn eine große Ehre wie auch eine große Herausforderung gleichermaßen. Es sollte nicht das letzte Mal gewesen sein, dass Chris im CocoonClub spielte. Im Juli 2005 wurde der „next generation“-Abend ins Leben gerufen, und Chris wurde sogleich als Host für diesen Abend bestimmt, an dem neue Talente die Chance bekommen, in einem professionellen Club vor großem Publikum zu spielen. So entwickelt sich der CocoonClub zur seiner Homebase, wo er jetzt immer öfter anzutreffen ist. Außerdem erhielt er den Auftrag, beim Cocoon Open Air Green & Blue ebenfalls das Warm Up zu spielen. 2006 wird ein grandioses Jahr für Chris Tietjen. Zu Beginn des Jahres hält er Einzug in den Booking Rooster von Cocoon Booking, eine Tatsache, die wie ein Ritterschlag auf ihn wirkt und die sehr viele Ereignisse dieses Jahres überhaupt erst möglich macht. Im Februar startet Sven Väth seine Welttournee und er beschließt, Chris zu einigen Dates als Warm Up DJ mitzunehmen, unter anderem nach Rumänien in den Kristallclub, nach Madrid zum Clubbersday oder in das legendäre Florida 135 in Fraga / Spanien. Nach dieser Tour macht sich Chris daran, seine erste Mix-CD zu erstellen. Sie trägt den Namen EINS und ist eine 12″-Compilation, die die besten Tracks von 2000 bis 2005 des Labels Cocoon Recordings in einen einzigartigen Mix zusammenfasst. Sie wurde Ende Mai 2006 veröffentlicht. Ausserdem erarbeitet er sich neben seiner Next Generation Night einen weiteren Abend im Cocoonclub – diesmal aber im Micro, dem Restaurant des Hauses, das sich ab 00.00 Uhr in einen Housefloor verwandelt. Diesen Abend gestaltet er zusammen mit Ingo Boss unter dem schlichten Titel MICROMIZED. Hier findet man die stark ausgeprägte deepe Seite der beiden wieder, denn von hypnotischen Minmalsounds bis hin zu groovigem Deephouse bleibt hier kein Wunsch offen. Gerade aus diesem Grund zählt MICROMIZED inzwischen auch zu den besten und beliebtesten Abenden im Micro. Der Sommer rückt immer näher und mit ihm natürlich auch die Festival- und Open-Air-Saison, wo Chris dieses Jahr auf fast allen nennenswerten Veranstaltungen wie dem LoveFamilyPark, bei Greenfields, SonneMondSterne, Nature One oder Mysteryland spielt und auch wieder auf der Green&Blue vertreten ist. Das Highlight dieser Saison ist und bleibt aber dennoch Ibiza, wo er im Zuge eines Bookings bei der Cocoon Residency im Amnesia auch die diesjährige Teaser Mix-CD für Cocoon Ibiza gemixt hat. Chris Tietjens Stil bewegt sich zwischen groovigem Techhouse und hypnotischen Minimal Sounds, man kann aber auch treibende Techno-Tracks in seiner Plattenkiste wieder finden. Dennoch lässt sich sein Sound nicht immer genau definieren und verspricht so immer wieder Überraschungen und viele Stunden voll grenzenloser Ekstase.