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Der amerikanische Künstler Spencer Tunick, bekannt für seine Installation aus Hunderten von nackten Körpern im öffentlichen Raum, wird bei seiner neuesten Installation Der Ring erstmals in einem urbanen Umfeld Körperfarbe verwenden. Die Teilnehmer der Installation, die von Andreas Kriegenburgs Neuinszenierung der Tetralogie Der Ring des Nibelungen inspiriert ist, werden entweder in Rot oder Gold vor der Kamera von Tunick posieren und mit ihren Körpern Motive aus Wagners Weltendrama bilden. Teilnehmer können sich bis zum 22. Juni anmelden unter http://www.staatsoper.de/tunick und erhalten eine Fotografie der Installation in limitierter Auflage.

„Das ist eine wunderbare Gelegenheit für alle Kunstinteressierten, die zu schüchtern sind, um komplett nackt zu posieren. Ich bin überzeugt, dass die Körperfarbe vielen Teilnehmern die Scheunehmen wird – schließlich ist man ja trotzdem irgendwie bedeckt“, so der New Yorker Künstler.Der Ring wird an mehreren Plätzen in der Münchner Innenstadt (u.a. dem Max-Joseph-Platz) realisiert und bietet Hunderten von Teilnehmern die Möglichkeit, Teil eines Kunstwerkes zu werden. Der Künstler wird eine spezielles, kosmetisches Körper-Make-up verwenden, welches mit Wasser und Seife leicht zu entfernen ist. München als Schauplatz ist für Tunick besonders reizvoll: „Die Historie der Stadt interessiert mich sehr, die enge Verbindung zum Werk Richard Wagners, aber auch die dunklen Kapitel der Stadt und die Bauwerke der Nazizeit. All dies wird bestimmt Thema meiner Installation.“

Inspiriert ist Tunicks Auftragsarbeit für die Bayerische Staatsoper von Richard Wagners Opus magnum Der Ring des Nibelungen und der Neuinszenierung von Regisseur Andreas Kriegenburg, welche am 30. Juni mit der Premiere von Götterdämmerung seine Vollendung findet. Sowohl bei Kriegenburgs Interpretation als auch bei Tunicks Arbeiten stehen kraftvolle, poetische Bilder aus Menschenkörpern im Zentrum.

Interessierte, die sich bereit erklären, nackt für Tunick im öffentlichen Raum zu posieren, sind eingeladen, sich auf der Homepage der Bayerischen Staatsoper zu registrieren: www.staatsoper.de/Tunick (bis spätestens 22. Juni, 22 Uhr).