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English: Elfriede Jelinek, Munich, 9.2004 (Fot...

English: Elfriede Jelinek, Munich, 9.2004 (Foto: G. Huengsberg) (Photo credit: Wikipedia)

Elfriede Jelinek hat auf Anregung von Staatsintendant Nikolaus Bachler einen Bühnenessay zu ichard Wagners Der Ring des Nibelungen geschrieben. Am Tag nach der Premiere der Götterdämmerung kommt Jelineks 130 Seiten umfassender Text REIN GOLD am 1. Juli im Rahmen einer Urlesung im Münchner Prinzregententheater zur Uraufführung. Die Lesung ergänzt damit die Neuinszenierung von Wagners Tetralogie in der Inszenierung von Andreas Kriegenburg.

REIN GOLD übertitelt die Nobelpreisträgerin ihren Bühnenessay, eine Annäherung an Richard Wagners Ring des Nibelungen. Ausgehend vom großen Dialog zwischen Brünnhilde und dem Göttervater Wotan im 3. Akt der Walküre entspinnt sich bei Jelinek ein Gedankenfluss, der über Sprachassoziationen eine Verbindung zwischen Mythos, Wagner und Gegenwart schafft: kein Dialog, mehr appellativer Monolog, Text-, Sprach- und Gedankenfläche und schonungslos ehrlich mit Wagner und dem Heute. „Für unsere Beschäftigung mit dem Ring ist es ein besonderes Glück, dass ich Elfriede Jelinek bewegen konnte, meiner Einladung zu folgen und einen Text zu schreiben. Daraus wurde ein großartiges Werk, das die Themen von Wagners Tetralogie in unsere Gegenwart holt“, so Staatsintendant Nikolaus Bachler. „Jelinek ist eine der wichtigsten Schriftstellerinnen unserer Zeit, die dichterisch klar und radikal in die Gesellschaft eingreift. Ich durfte ihre Kunst und ihre Haltung in einigen gemeinsamen Arbeiten erleben und freue mich über diese erneute Zusammenarbeit.“

Bayerische Staatsoper
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