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Die Bayerische Staatsoper wird die Münchner Opernfestspiele 2012 am Wochenende des 23./24. Juni unter anderem mit einer Installation des renommierten bildenden Künstlers Spencer Tunick eröffnen. Der Ring heißt die neue Arbeit Tunicks, bei der tausende Kunstinteressierte nackt an mehreren Plätzen in der Münchner Innenstadt für den New Yorker posieren und somit die Möglichkeit haben, Teil eines Kunstwerkes zu werden. Inspiriert ist Tunicks Kunstinstallation von Richard Wagners Opus magnum Der Ring des Nibelungen und der Neuinszenierung von Regisseur Andreas Kriegenburg, welche am 30. Juni mit der Premiere von Götterdämmerung ihre Vollendung findet. Interessierte, die sich bereit erklären, nackt für Tunick im öffentlichen Raum zu posieren, sind eingeladen, sich auf der Homepage der Bayerischen Staatsoper zu registrieren: http://www.staatsoper.de/Tunick

Der Künstler ist bekannt für seine temporären Installationen von hunderten, manchmal sogar tausenden von nackten, menschlichen Körpern in eindrucksvollen Kulissen im öffentlichen Raum. Zu den Münchner Opernfestspielen 2012 gestaltet Tunick seine erste groß angelegte Aktion in Deutschland. Mehrere Plätze in der Münchner Innenstadt werden den Hintergrund für die neueste Kunstinstallation bieten: „Andreas Kriegenburg erzählt seinen Ring des Nibelungen neben dem Gesang vor allem durch den szenischen und gestischen Körpereinsatz der Darsteller. Daraus ergibt sich eine interessante Entsprechung zu Spencer Tunicks Körperinstallationen. Deshalb war es naheliegend, diese beiden Projekte zu den Festspielen gemeinsam zu zeigen“, so Nikolaus Bachler, Intendant der Bayerischen Staatsoper.

Tunicks Arbeiten wurden u.a. für SITE Santa Fe, New Mexico (2001), die XVI Bienal de Sâo Paulo, Brasilien (2002), die Biennale de Lyon (2005) oder die Kunsthalle Wien (2008) realisiert. Freiwillige Teilnehmer treffen sich zu einem bestimmten Zeitpunkt und entledigen sich ihrer Kleider. Mit Unterstützung seines Teams, organisiert und dirigiert Tunick die Teilnehmer nach seinen Ideen und Wünschen, formiert sie als Gruppe und hält den Augenblick auf Foto und Video fest. „Ich freue mich sehr, von der Bayerischen Staatsoper nach München eingeladen worden zu sein. Wagners Anspruch eines Gesamtkunstwerkers fasziniert mich seit langem. Mit den Bildern von Andreas Kriegenburgs Inszenierung im Kopf werde ich für diese ganz besondere Installation Motive aus dem Ring des Nibelungen nachstellen: Drache, Flammen, den Ring selbst…“, so Spencer Tunick.
Alle Teilnehmer registrieren sich bis spätestens 22. Juni 2012, 23.30 Uhr  auf der Homepage der Bayerischen Staatsoper: http://www.staatsoper.de/Tunick

Die Teilnehmer werden eine Woche vor der Installation mit einer e-Mail über die Details wie Treffpunkt und Uhrzeit informiert. Alle Mitwirkenden erhalten ein Foto in limitierter Auflage. Die Teilnahme ist für Personen ab 18 Jahren möglich. Am Tag der Installation sind ausschließlich Teilnehmer zu den Plätzen zugelassen.

Spencer Tunick wurde in Middletown, Bundesstaat New York, geboren und lebt im Hudson Valley in New York. Seit 1992 beschäftigt er sich mit Installationen im öffentlichen Raum, deren Hauptmotiv der nackte menschliche Körper ist. Dafür versammelt er meistens tausende Menschen. Tunicks Arbeiten wurden weltweit realisiert, u.a. in Belgien, Kanada, den USA oder Brasilien. Seine temporären Installationen, die stets auf Fotos und Videos festgehalten werden, beschäftigen sich vor allem mit den vorgefassten, von der Gesellschaft bestimmten, oftmals negativen Konnotationen von Nacktheit: „Mich fasziniert die Schönheit, die jedem Menschen eigen ist“, so Tunick.

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