Schlagwörter

, , , , ,

Pflicht-Date nicht nur für Lokalpatrioten: Die „Connaisseur“-Truppe, ehemals aus Pforzheim, trifft sich im Romy S., um mit uns zusammen zu den Beats von morgen zu flippen.

Flashback. Pforzheim, Siebziger. Alex Flitsch kommt zur Welt. Nach einer Kindheit ohne besondere Vorkommnisse schlägt Anfang der Neunziger ein Meteorit ein, der ihn und seine Umwelt für immer verändern wird: Techno. Nichts ist mehr wie früher, das Leben folgt nun dem antreibenden 4/4-Takt. Entsprechend wird daheim aufgestockt: Plattenspieler, Mixer, Vinyl. 1994 dann der erste DJ-Gig. 2005 gründete er sein eigenes Label „Connaisseur“, zusammen mit seiner Frau Hilary und Martin Henkel. Von Pforzheim zogen sie dann aus in die große weite Welt – nach Frankfurt am Main, um genau zu sein. Ob das die große weite Welt ist, sei mal dahingestellt. Mit „Connaisseur“ haben sie es aber geschafft, genau diese zu erobern. Und zwar in Rekordzeit. Denn schon die erste Veröffentlichung „Eve By Day“ von Patrick Chardronnet wurde ein Hit. Mittlerweile ist das Label bei Katalognummer 50 angekommen, zu den Wiederholungstätern zählen beispielsweise Kollektiv Turmstrasse, Sis, Daso und Chymera. Auf der ganzen Welt finden Label-Partys statt, sowohl in Berlin als auch in Mexico City – chapeau! Auch Flitsch ist 2009 (endlich!) unter die Produzenten gegangen: Zusammen mit Audiofly erschien die „Barcelona Session“-EP, und mit Mutant Clan die „Farm Session“. More to come!

Schnellstarter ist auch Patrick Chardronnet. 2004 kam auf „Raum…musik“ die erste EP „Ledge“, dann folgte „Eve By Day“ – die erste Veröffentlichung auf „Connaisseur“. Mit dieser Platte schaffte er nicht nur selbst den Sprung in die ganz hohen Szene-Sphären, sondern bescherte dem frischen Label auch gleich den ersten, fetten Hit. Mit anderen Worten: Die damals noch junge Minimal-Szene hatte einen neuen Helden. Deep, hypnotisch, emotional und mitreißend, ohne den Vorschlaghammer auszupacken: Chardronnet weiß, wie man minimal arrangierte Beats so einsetzt, dass der Effekt auf der Tanzfläche maximal ist.

Auch dabei: Afrilounge. Supertypen, die drei. Musketiere-Style. Ohne Degen natürlich, dafür aber mit messerscharfen Tunes bewaffnet. Afrilounge, so nennen sich Eduard Hartler, Markus Liefke und Richard Liapin seit 2002 als Kollektiv, das für funky Minimal-Tech steht. 2005 stießen sie nach ihrem Debüt „Phonix“, das zusammen mit Patrick Chadronnet entstand, zu „Connaisseur“. Von da an ging es mit der Karriere mit dreifacher Schubkraft vorwärts. Vor allem das 2007er „Lux Dementia“ wurde zum Clubhit. Das auf „Sportclub“ veröffentlichte „Just for a Little Peek“, das wieder mit Chadronnet produziert wurde, war auch so ein Hit, der jede noch so müde Clubnacht binnen Sekunden in ein Inferno verwandelte. Funktioniert übrigens immer noch. Was sie momentan so im Kasten haben, werden sie frisch im Romy präsentieren.

Romy S.
LANGE STRASSE 7, 70173 STUTTGART